Als zweitälteste Rotkreuzgruppe in Baden-Württemberg wurde am 15. August 1883 in Ludwigsburg durch Ludwigsburger Bürger eine Sanitätskolonne gegründet, die unter dem Namen "Freiwillige Württembergische Sanitätskolonne Nr. 2 Ludwigsburg" geführt wurde.
Am 25. März 1885 legte diese Gruppe ihre erste praktische Prüfung mit Erfolg ab.
Bereits vor dem 1. Weltkrieg wurden der Sanitätskolonne die Räume Ludwigsburg, Schlossstraße 9 (Bärenschule) zugewiesen.
Im Jahre 1926 veranlasste der zunehmende Kraftfahrzeugverkehr die aktiven Mitglieder dazu, an Sonn- und Feiertagen eine Sanitätswache in der Bärenschule einzurichten.
1934 wurde in Ludwigsburg die erste weibliche Bereitschaft ins Leben gerufen.
Nach dem 2. Weltkrieg fand im Sommer 1946 die erste Mitgliederversammlung satt, deren Aufgabe es war, die Bereitschaft Ludwigsburg neu aufzubauen.
Im Februar 1947 fanden die ersten Neuwahlen des Ortsvereins Ludwigsburg statt.
Schon im Jahre 1948 wurde mit der Breitenausbildung, wie z.B. Erste-Hilfe-Lehrgänge begonnen. Zu dieser Zeit wurde auch das Jugendrotkreuz Ludwigsburg gegründet.
Von nun an steigerten sich die Aufgaben der Bereitschaft ständig. Nur Spenden und Sammlungen, sowie der umfangreichen Mitarbeit der aktiven Helferinnen und Helfern und den Mitgliedsbeiträgen der passiven Mitglieder ist es zu verdanken, dass aus einer "Freiwilligen Württembergischen Sanitätskolonne Nr. 2 Ludwigsburg" eine einsatzbereite Bereitschaft, sowie ein gut funktionierender Ortsverein heutiger Prägung entstand.
Der Grundgedanke zur Entstehung des Roten Kreuzes entstand bei der Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859 durch den Schweizer Kaufmann Henry Dunant.
Seine Gedanken zur Schlacht von Solferino veröffentlichte er 1862 unter dem Titel "Eine Erinnerung an Solferino". Diese Denkschrift und sein weiteres Handeln führten 1863 zur Gründung der "Genfer gemeinnützigen Gesellschaft" (Komitee der FÜNF, ab 1880 Internationales Komitee vom Roten Kreuz), bestehend aus:
Im Oktober 1863 erging eine Aufforderung des Gremiums an die europäischen Staaten, ihre Vertreter nach Genf zu entsenden. Hier sollte über die Gründung von Hilfsvereinen für verwundete Krieger im Felde beschlossen werden.
Dies war die eigentliche Geburtsstunde des Roten Kreuzes.
Bei dieser Konferenz waren 7 der 16 vertretenen Staaten deutsche (Baden, Bayern, Hannover, Hessen, Preußen, Sachsen und Württemberg).
Das starke Interesse der Deutschen führte 1863 zur Gründung des "Württembergischen Sanitätsvereins", dem Wegbereiter des heutigen DRK und am 6. Februar 1864 zur Gründung des "Zentralkomitees des preußischen Vereins für die im Felde verwundeten und erkrankten Krieger".
1866 erfolgte die Gründung der Frauenvereine (preußischer vaterländischer, badischer und bayrischer Frauenverein), in denen die eigentlichen Begründer der späteren Wohlfahrtspflege des DRK zu sehen sind.
Bei der 2. internationalen Rotkreuzkonferenz 1869 in Berlin erfolgte der erste Zusammenschluss der Landesvereine von Baden, Bayern, Hessen, Preußen Sachsen und Württemberg zur Gesamtorganisation der deutschen Vereine.
Aus den Erfahrungen des 1. Weltkriegs resultierte dann 1921 der Zusammenschluss aller Rotkreuzvereine zum Deutschen Roten Kreuz.
1922 wurde das DRK durch das IKRK (Internationales Komitee vom Roten Kreuz) anerkannt und in die Liga der Rotkreuzgesellschaften aufgenommen.
Bis zu den Anfängen der nationalsozialistischen Zeit verbesserte sich der Sanitätsdienst, die Wohlfahrtspflege und die Gesundheitsfürsorge. Dann jedoch erfolgte in den Jahren 1935 - 1937 die Einschränkung der Wohlfahrtspflege des DRK und die Überführung vieler Einrichtungen und Aufgabenbereiche an politische Organisationen.
1937 erfolgte durch das "Gesetz über das Deutsche Rote Kreuz" die weitgehende Eingliederung desselben in die Wehrmacht.
Nach dem 2. Weltkrieg hatte diese Eingliederung die teilweise Auflösung des DRK durch die Alliierten zur Folge.
Jedoch arbeitete das DRK auf örtlicher Ebene weiter und bildete bald in den einzelnen Ländern neue Landesverbände, die sich mit dem Verband "Deutscher Mutterhäuser vom Roten Kreuz" am 4. Februar 1950 in Koblenz zum Deutschen Roten Kreuz e.V. zusammenschlossen und dessen 1. Präsident der frühere Reichsminister Otto Gessler wurde.
1951 erfolgte die Anerkennung des DRK durch die Bundesregierung und 1952 der Beitritt des DRK der Bundesrepublik Deutschland zu den Genfer Konventionen von 1949, sowie die Anerkennung durch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und die Aufnahme in die Liga der Rotkreuzgesellschaften.