Nichtsdestotrotz ist ein weiterer Mediziner nur für die Hausbesuche, die aus medizinischen Gründen nicht transportiert werden können, unterwegs. Er ist in einem PKW des Deutschen Roten Kreuzes unterwegs, das von ortskundigen Sanitätskräften der Bereitschaften Ludwigsburg, Eglosheim, Neckarweihingen, Neckargröningen, Kornwestheim, Möglingen oder Markgrönigen gefahren wird.
Obwohl das Fahrzeug in der markanten Lackierung der Rettungsfahrzeuge unterwegs ist, bleibt die Aufgabenverteilung selbstverständlich bestehen. Der hausärztliche Notdienst ist keine Konkurrenz zum Notarzt- und Rettungsdienst, der weiterhin bei lebensbedrohlichen Zuständen wie Infarktzeichen, plötzlicher Bewusstlosigkeit, schweren Verletzungen sofort in Aktion tritt. Zwischen Rettungsleitstelle und Notfallpraxis gibt es eine enge Zusammenarbeit, man verweist den Anrufer wechselseitig an die jeweils richtige Stelle.
Ebenso reibungslos klappt die Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus. Bisher kamen immer wieder zahlreiche Patienten direkt in die Notaufnahme im Klinikum, auch wenn es sich nicht um lebensbedrohliche Erkrankungen handelte. Dort blockierten sie oftmals Kapazitäten, die dringend für echte Notfälle gebraucht wurden oder mussten stundenlang warten, weil die Schwerstkranken natürlich Vorrang erfordern.
Dabei schreibt das deutsche System eigentlich zwingend vor, dass Patienten, außer bei Lebensgefahr, zunächst von einem niedergelassenen Arzt untersucht und versorgt werden müssen. In die Klinik sollen sie nur, wenn sie von einem niedergelassenen Arzt eingewiesen werden. Deshalb ist die Notfallpraxis, die eine umfassende und kompetente Versorgung anbietet, und trotzdem versucht Wartezeiten zu vermeiden oder kurz zu halten, die richtige Adresse für alle Patienten die am Wochenende einen Arzt benötigen.
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